Paul Wrede zum Schmidt Science Fellow 2026 ernannt
Paul Wrede, Doktorand an der Professur für Biomedizinische Bildgebung, ist mit einem Schmidt Science Fellowship 2026 ausgezeichnet worden. Damit m?chte er erforschen, wie man künstliche Zellen entwickeln kann, um besser mit dem K?rper kommunizieren zu k?nnen und grundlegende biologische Prozesse zu verstehen.
Aus über 450 Bewerbungen wurde Paul Wrede als einer von 32 jungen Wissenschaftlern zum Schmidt Science Fellow 2026 ernannt. Der Doktorand an der Professur für Biomedizinische Bildgebung von Prof. Daniel Razansky ist erst der zweite Forscher der ETH Zürich, der dieses prestigetr?chtige und seit 2018 vergebene Fellowship erh?lt. Stipendiaten erhalten finanzielle Unterstützung für eine postdoktorale Anstellung an einer Forschungseinrichtung von Weltrang.
Die Vision: Nebenwirkungen reduzieren und die Wirksamkeit von Therapien zu erh?hen
?Für mich bedeutet die Fellowship die aussergew?hnliche M?glichkeit, ein v?llig neues Forschungsfeld zu erschliessen und dabei grosse wissenschaftliche Freiheit zu haben?, freut sich Paul Wrede über die Auszeichnung. Im Rahmen seines Doktorats hat er neue Methoden entwickelt, um Medikamente im K?rper pr?ziser sichtbar zu machen und gezielt zu steuern.
?Dazu binde ich Wirkstoffe an winzige Mikropartikel, die aussehen wie kleine Blüten – ihr Durchmesser betr?gt nur etwa ein Zwanzigstel eines menschlichen Haares. Mit Hilfe von Ultraschall lassen sich diese Partikel im Blutstrom ?hnlich wie kleine ferngesteuerte Fahrzeuge navigieren. Ihre spezielle Form erm?glicht es, besonders viele Medikamente aufzunehmen und sie sehr lokal zu einem Tumor oder Schlaganfall zu transportieren?, erkl?rt er.
W?hrend seines Stipendiums m?chte er erforschen, wie man künstliche Zellen entwickeln kann, um besser mit dem K?rper kommunizieren zu k?nnen und grundlegende biologische Prozesse zu verstehen. ?Zusammen mit meinem Doktorat ist dies ein wichtiges Puzzleteil auf dem Weg zu meiner langfristigen Vision: adaptive Therapien, die nicht gegen den K?rper arbeiten, sondern ihn dabei unterstützen, Krankheiten selbst nachhaltig zu bek?mpfen?, sagt Paul Wrede. Er ist zus?tzlich Mitglied des Doktorandenprogramms des Max Planck and ETH Center for Learning Systems (CLS). Die ersten zwei Jahre seines Doktorats verbrachte Paul Wrede am Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme in Stuttgart unter der Betreuung von Prof. Metin Sitti.
?ber das Stipendium
?Schmidt Science Fellows? ist eine Initiative von Schmidt Sciences (ehemals Schmidt Futures), die in Zusammenarbeit mit der Bildungsstiftung Rhodes Trust durchgeführt wird. Jedes Jahr werden über 100 der weltweit führenden Universit?ten eingeladen, eine kleine Anzahl ihrer herausragendsten Doktoranden für eine Bewerbung zu nominieren. Die gemeinnützige Organisation sucht brillante K?pfe aus den Bereichen Naturwissenschaften, Mathematik, Ingenieurwesen und Informatik, die sich für interdisziplin?re Wissenschaft engagieren. Die Empf?nger dieser renommierten Fellowship erhalten ein Stipendium für ein bis 2 Jahre (bis zu 220’000 US-Dollar) zur Deckung ihrer pers?nlichen Ausgaben und Lebenshaltungskosten für die Dauer des Forschungsaufenthalts im Rahmen des Stipendiums.
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